Category Archives: Anecken und Orten

Die Kategorie vom Reisen und Bleiben. Anecken und Orten befinden sich Eindrücke. Die Berichte hier: Mal als ausdrückliche Empfehlungen, mal als neutrale Ortsbegehungen. Ihr macht Euch selber ein Bild, ne. …from the road.

Schräge Vögel in Bonn. Coleoptera, Diptera, Hymenoptera…

Feinste Käferkunde in Bonn! Nein, nicht beim Projektkunden vor Ort sondern nebenan im  Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig (kurz Naturkundemuseum Koenig). Ich mag es, die Zeit vom Feierabend bis zum Abflug nach Berlin dort zu verbummeln. Hinter dem Museumsbau liegt die Bibliothek. Welch Bildschätze mögen dort vorm Licht geschützt schlummern.

Im Internetauftritt unter Projekte erzeugt jede Überschrift so etwas wie pure Sinnenfreude und ein Adaptionsbegehren auf den Arbeitsalltag im …humanoiden Umfeld. 

  • Geographische Differenzierung und Anpassung des Eurasischen Tannenhähers (Nucifraga caryocatactes)
  • Verbreitungsmuster, Populationsstruktur und Habitatnutzung der stark bedrohten Engelhaie der Kanarischen Inseln

 What I do wonna say? Diversity rocks! Abgemildert auch in aufgespiester Form. 

Der MORAL-O-MAT – soOo berechtigt beliebig

Könnt stundenlang vor mich hingiggeln, wenn die Karten des MORAL-O-MATs neu gemischt werden und sich ein mehr oder weniger überzeugendes Statement seinen Weg in die Welt bahnt.

…und oh so schön, so stahlgraublau der Himmel gerade über der angestrahlten hellgelben Fassade! 

  • Alles ist | sicherlich | eine Illusion. 
  • Leichtsinn ist | unterm Strich | immer Gabe und Aufgabe zugleich. 
  • Ein Seitensprung ist | von aussen betrachtet | ein Geschenk Gottes. …

Big in Japan

Der Saal mit den Naturskizzenbüchern hat mir im Tokyo National Museum richtig gut gefallen! 

Der vermutlich schönste Bauzaun Japans befindet sich am Kyoto Municipal Museum of Art!

Schaurig-schön. Pflanzen und Tiere zwischen Glas und Papier im National Museum of Nature and Science, Tokyo

und noch einpaar Natureindrücke von der Reise im Frühjahr. 

SECRET JAPAN. Selection of Postcards by Zoé de Las Cases

Although not too secret. Inking might cause relaxation …or raise the desire for travelling. 

Frans Post. Der Canaletto Brasiliens

Die Empfehlung vor der Erfahrung: Dieser Artikel in der FAZ liess den Wunsch aufkommen, bis zum 8. Januar 2017 im Amsterdamer Rijksmuseum gewesen zu sein … und dem wird zu Weihnachten nachgegangen. 😀

Vorfreude auf Frans Posts Aquarelle und Zeichnungen und die Exponate aus dem Naturalis Biodiversity Center Leiden. Feine Flora-Fauna-Surrogate für den Städter – janz nach meinem Gusto.


Update 19.01.2017 – In Amsterdam lebte und arbeitete auch Maria Sibylla Merian – Wegbereiterin der Insektenkunde. 

Sofia – Kulturpalast und Katzenmesse

Was bei einer Katzenschau eine Tischbewertung ist, konnte ich dieses Wochenende in Sofia lernen. Zwei vermutlich ausgewiesene Katzenexperten aus UK liessen sich alle paar Minuten drei Katzen an ihren Tisch bringen und beschrieben diese fachmännisch ihren bulgarischen Besitzern. So geschehen im Mineralogischen Museum, in dem ich auch über ein Antreffen von Vicco von Bülow oder Evelyn Hamann nicht verwundert gewesen wäre. 

 [tbc]

Marvellous Pieces of Botanical Art

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Bloody hell and Pusteblume-noch-eins! I couldn’t resist spending precious Sunday in order to digitise a postcard set with Plants from the Woods and Forests of Chile. These watercolour paintings in The Royal Botanic Garden Edinburgh were – oh so – devoted to beautiful nature. I need to get in touch with the Turkish botanical artists to give my cordial compliments!  Continue reading

Sunlit bricks in Wismar

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Wiesenperlen

Manchester at second sight

Kelvingrove and Hunterian Museum in Glasgow

It takes about 20 minutes by foot from Glasgow center to the Kelvingrove Museum & Art Gallery and The Hunterian venues on the Glasgow University campus.

I like the eccentric mixture in British city museums and the Kelvingrove is not an exception.
An area of the museum is dedicated to art during the Holocaust. The objects are arranged in a corner and  spread out along the aisle. On the other site allured a huge vitrine with an impressive Scottish sword collection the visitor. Hard to decide on what to look at.
The current temporary exhibition presents etchings from the war artist Percy Smith about the human tragedy of the WWI. Odd to see a gas mask on an etching piece. The next cabinet states: I wanted to conquer Paris with an apple. Paul Cezanne. The blackness of death and the colour of fruit easily come hand in hand here: look out for the unexpected in British Museums!

What really got me today was the permanent display in the Hunterian Museum. The Hunterian actually consists of an art gallery, an anatomy museum, a zoology museum and the Hunterian Museum. The rather small Hunterian Museum presents archaeological, paleontological, geological, zoological, entomological, ethnographical and numismatic highlights. The artefacts are well-considered picked and affectionately presented and the exhibit hall gives a – not less then – superb impression.

Both venues plus a fish & chips serving made a reasonable day in Glasgow!

Royal Botanic Garden Edinburgh. Ein Spontanpost…

…aus der Spielecke des Botanischen Gartens. Wie angenehm ist denn dieser Vormittag?! Morgens noch ein Läufchen aus dem Viertel Granton an der Küste entlang Richtung Norden = den fast leeren Malecón Edinburghs geniessen bis zu einem Wanderpfad, der bei Ebbe zur unbewohnten Insel Cramond Island führtSpäter ein Teechen und dann zu Fuss auf in Richtung Stadt. Zwischendurch der Gedanke: Alles passt.


Update: 10.07.2016


Ein Schlenker durch den Royal Botanic Garden Edinburgh. Am Anfang gefiel die Baumvielfalt. Nicht die schlechteste Idee vor dem Frühling auf laublose Kronen zu sehen –  Branch Manager. Das Haus am Western Gate hat es nun in sich. Es beginnt bei den Vitrinen: Exponate und Texte fein ausbalanciert. Trotzdem schon eine Provokation für meine begrenzte Zeit in Edinburgh. Regale voll mit unterschiedlichen, getrockneten Pflanzenteilen unter Glocken: aller schickst! Es gibt zurzeit eine hervorragende Ausstellung Plants from the Woods & Forests of Chile. Drei Botanical Artists aus der Türkei haben von 2008 bis 2014 an unterschiedlichen Orten in UK und Chile getuscht: detailreiche Bilder. …mmh Mecklenburg Vorpommern hat so eine Sammlung auch verdient! Vielleicht dann ein Sammelsurium zu einem ähnlichen Thema. …Gartenlauben im Wandel des Jahres… Im Shop gibt es heimische Samen und Setzlinge und schöne Bücher. Würde die Chile-Ausstellung gerne irwie aufsaugen und eine Schubkarre vollmachen mit den Sachen aus dem Shop.

Stattdessen werde ich nun aber den Post beenden, einpacken und mit festem Schritt aus dem Botanical Garden schreiten! Auf in die Stadt!

Hammer Zeichen der Weihnacht

Mit leichter Hand geworfene Dekorationen aus Lichterketten in Hamm.

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Urban Exploring – Manchester’s tunnel

Der Trend geht dahin im kommenden Jahr einige englische Wochen einzulegen. In die Gegend rund um Manchester einzutauchen lohnt sich sicher. Sprache und besonders Industriekultur inklusive! Auf der Suche nach Urban exploring-Inspiration in und um Manchester stösst man leicht auf Snake Oils Tunnelerkundungen (z. B. die Gorton Falls) – klamm und reizend. Die urban exploring-Links dort führen sicher auch zu lichteren verlassenen Orten an der Wiege der industriellen Revolution. Vorfreude auf interessant-sortierte britische Stadtmuseen, historische Fabrikanlagen BRICKSPOTTING! 😀 und Ausflüge nach Sheffield, Leeds und Lancashire!

Vietnam – The Mixed Tape

Mein erster Besuch in Vietnam schwingt nach. In den letzten zwei Wochen gab es viel zu reisen, sehen, hören, schmecken und verhandeln. Spätestens zur Halbzeit: nach der nächtlichen Fahrt im Six Hard Sleeper-Abteil des Zuges von Lao Cai nach Hanoi gefiel mir die Reise durch Vietnam …bewusst.


Sehen und Tun in Vietnam
Saigon: Abends im Park an der Pham Ngu Lao sitzen und den geschickten Jianzi– und Badmintonspielern zu sehen. Vielleicht kommen junge Leute vorbei und man hilft sich gegenseitig im Englisch reden, hören und verstehen. Eine gute Gelegenheit aus erster Hand etwas über Land und Leute zu erfahren! Und eine gute Gelegenheit sich die Betonungsregeln der ganzen Formen erklären zu lassen, die sich im Vietnamesischen um die Buchstaben ranken können. Das Bild des Abends: Ein Mädchen trinkt Saft mit einem Strohhalm und lässt sich auf Rollschuhen von ihrem Hund ziehen. Extreme relaxing!

Hanoi: Nach Sonnenuntergang (Schlag 6 Uhr) und in der Nacht durch die Altstadt wandern. Die am Tage rege Altstadt wirkt dann wie ausgestorben und ein schönes, fahl-gelbes Licht bricht sich durch die Bäume mit sattgrünem, ausladendem Blattwerk.

Hanoi: In der Altstadt sich schon mal vormittags in ein Bia Hoi setzen und das kühle selbstgebraute Bier in entspannter Strassenatmosphäre geniessen.

Vietnam: Mobilen Händlern tagsüber frisch gepressten Zuckerrohrsaft – Nuoc Mia – und abends z. B.  kandierten Tintenfisch abnehmen.

Vietnam: Alle Winkel in Markthallen besehen. An den Rändern und Ecken gibt manchmal das – für europäische Mägen – abseitigere Angebot.

Das jüngste Album von Leonhard Cohen CAN’T FORGET. A Souvenir Of The Grand Tour im Flieger von Saigon nach Abu Dhabi hören. [summend:] I can’t forget. I can’t forget …

Die unterschiedlichen Zeichen der Strasse sehen
Zum einen sind die Magistralen in den Städten geflaggt, geflaggt, geflaggt. Politisch plakatierte Wände gibt es an vielen Stellen. Zum anderen ruft der Kommerz lauthals in vielen Strassen: Werbewände gibt es gerade eben so großflächig und vielleicht auch mehr als Politparolen. Neben unzähligen Mopeds fährt eine stattliche Anzahl an Autos. Und wenn Auto dann Oberklasse-SUV-Protz. Politik und Wirtschaft setzen ihre Zeichen im Strassenbild. Schizophren, die Prinzipien des Kapitalismus hautnah in Saigons zu erleben neben den Bannern und Plakaten der Kommunistischen Partei.

Das Essen der Garküchen am Strassenrand und in Markthallen geniessen
Etliche mobile Garküchen und kleine Restaurants gibt es in Vietnams Städten. Pho Bo heisst das Nationalgericht – eine Reisnudelsuppe mit dünnen Rinderfleischstreifen. Pho und Com steht an den Garküchen an der Strasse, die einfache frische Suppen- und Reisgerichte anbieten. Mir gefällt sehr, dass in Vietnam Wert auf frische Zutaten gelegt wird. …in Deutschland lagen neulich Bio-Bananen eingeschweisst im Regal. Whatever. Die Tiere in Vietnam sind frei auf dem Land zu sehen. Mir scheint in solchen Dimensionen gewirtschaftet zu werden, dass die Herstellung und der Konsum wahrlich transparent und regional sind. Von der Hand in den Mund! In diesem Fall: Hervorragend und nach Deutschland übertragbar!

Im fließenden Verkehr mit schwimmen
Die Fahrt im Überlandbus von Saigon nach Ben Tre war etwas aufregend. Auf der dreispurigen Strasse wird die rechte Spur überwiegend von den zahlreichen Mopeds genutzt. Auf der inneren Spur, der dritten Fahrbahn, fahren die Laster – gefühlt eher ungebremst. So ergibt sich eine feine massemässige Trennung zwischen David und Goliath. Eine geschwindigkeitsmässige Trennung ist dafür nicht vorgesehen, denn die Mittelspur bleibt noch für alle anderen, schnelleren Fahrzeuge. Überholvorgänge können dann von links oder rechts eingeleitet werden. Das Hupen ist dabei obligatorisch. Irgendwie aufregend laut und lebendig ist es auf der kilometerlang-geraden sechsspurigen Landstrasse zwischen Saigon und Ben Tre.

Für das Herantasten an den vietnamesischen Grossstadtverkehr eignet sich eine Fahrt mit einem Xe Om – einem Mopedtaxi. Der Preis ist Verhandlungssache. Ich las, dass man einem Xe Om-Fahrer, bei dem man sich sicher befördert vorkam, die Treue halten sollte. Die Leute hinten auf den Mopeds widmen sich meistens ihrem Alltag. Die zweite Stufe des Herantastend an den vietnamesischen Grossstadtverkehr besteht darin ein Moped auszuleihen (ca. 9 Dollar pro Tag). Na ja, die ganze Stufe hab ich nicht genommen, aber vom Rücksitz aus das leise Fiepen einer jungen Vietnamesin wahrgenommen, die versuchte eine x-spurigen Strasse in Hanoi zu passieren. Ich bin sicher, sie ist gut auf der anderen Strassenseite angekommen! Die Mopedfahrer nehmen Rücksicht – wenn sie einen Passanten sehen und der seinen Lebenswillen durch eine gewisse energische Zielstrebigkeit auf der Fahrbahn zum Ausdruck bringt. Viele Fußgänger gibt es an und auf den Strassen nicht.

Contenance beim Gang über Märkte und in Geschäftsgegenden bewahren
Als Tourist erkennbar gibt es Touristenbehandlung. D. h. es ist nahezu unmöglich einem leicht schmerzhaften Spießrutenlauf in Markthallen und Geschäftsstrassen zu entgehen. An weniger touristisch erschlossenen Orten – wie z. B. in der großen Markthalle von Da Nang oder ausserhalb von Bac Ha – gibt es weniger Sonderbehandlung. Besser so!

Vietnam 2015 - Da Nang a street hawker's bike

Vietnam 2015 – Da Nang – A street hawker’s bike

Ich habe gelesen, dass Vietnambesucher entweder einmal und nie wieder das Land erfahren haben wollen oder begeistert immer wieder zurück kommen. Es gibt Erfahrungen und Verhalten, die mich jeweils der einen oder anderen Gruppe zutreiben, doch kann ich diese 0-1-Entscheidung nicht treffen. Fakt ist: eine nächste SO-Asienreise möge kommen!

Haus am Parkhotel Hohenfeld Münster