Tag Archives: Roman

Die Kieferninsel von Marion Poschmann

Im Buch Die Kieferninseln von Marion Poschmann steht eine Beschreibung von Reisegründen in Japan. Einer meiner Gründe zu eigenen Japanreisen war selber natürlichen Ursprungs. Die Kirschblüte.

Ansonsten ja/nö als Empfehlung, denn von Undenkbarkeiten in Deutschland und von vollkommen nutzlosen Sitten zu lesen, deckt sich nicht so recht mit meinen Vorlieben zu kunterbunt   gemusterten, weiten Denkräumen und einer unvoreingenommenen, tolerierenden Ausdrucksvielfalt. …oder so ähnlich.

“Undenkbar in Deutschland, daß man sich … auf den Weg machte wegen eines einfachen Baumes, wegen Blättern! Der Japanische Ahorn mit seinem filigranen Blattwerk nahm wie der amerikanische Zuckerahorn eine karminrote Färbung an, wenn im Herbst eine Periode sonniger, milder Tage und kalter, schon frostiger Nächte einsetzte. Das japanische Fernsehen berichtete täglich über den Verlauf der Farbwanderung, und eine große Anzahl von Enthusiasten richtete sich nach diesen Angaben und brach auf, fuhr hin. Gilbert hatte sich in den vergangenen Tagen daran gewöhnt, daß man einen Ausflug unternahm, um Bäume zu bewundern, eine vollkommen nutzlose Sitte, die aber in der japanischen Kultur tief verwurzelt blieb. … Die Schau der Naturerscheinungen war weder mit Kunst noch mit Architektur, noch mit Geschichte verbunden, sie war zart und geheimnisvoll, und wenn daraus doch eine Form von Bildung erwuchs, ließ sie sich hinterher weder erklären noch abrufen.”

Lesesession zum Jahreswechsel

[ .|- ] [ .|- ] [ .|- ] [ .|+ ] [ .|+ ] [ .|+ ] Ist unterm Strich mehr Plus? Die – von mir aus – gerne!

. . . + +Pfaueninsel von Thomas Hettche
. . . + + + Der Trafikant von Robert Seethaler
. . . + +Erzählungen von W. Somerset Maugham
. – – . . . Avenue of Mysteries von John Irving
. ? ? ? ?H wie Habicht von Helen Macdonald
. . . + . . Sterben von Karl-Ove Knausgård
. ? ? ? ?Jahrestage von Uwe Johnson

Mehr Worte zu den o. g. Büchern …  Continue reading

Buch – Nachruf von Stefan Heym

Ich habe mich beim Lesen dieser Selbstbiographie in Romanform von Stefan Heym vor Jahren gefragt, wie es das Buch schafft, mich so einzunehmen. Die Romanfigur gibt sich bescheiden und bekam meine Anerkennung schnell und umfassend. Mehr noch: meine Hochachtung. Geradezu aufschauen musste ich zu Helmut Flieg beim Lesen, der sich in seiner Bescheidenheit auch noch gelassen zeigt. Liebenswürdig kann man sein Licht unter den Scheffel zu stellen und dadurch den Raum erhellen?.!

Eines der Bücher bei deren Lesen ich mich auf das Wiederlesen freute! Das steht noch aus.