Tag Archives: Berlin

Hänsel und Gretel in Krumme Lanke

Gerade fiel mir beim Ausmisten meines Downloadordners auf dem Rechner die Beschreibung der denkmalgeschützten Siedlung Krumme Lanke in Berlin in die Hände. Sehr gut vorstellbar, dass die Geschwister bei einer Berliner Adaption des Märchens durch diese Vorstadtkiefernwälder gingen. 

Hier befinden sich einige Broschüren über Berliner denkmalgeschützte Siedlungen.  

Abwehr im Alter und ländliches Sein

Gestern fragte mich eine recht betagte Dame an der Frankfurter Allee, wo sie ein Geschäft finden kann, um ein Abwehrspray nachzufüllen. Sie erzählte mir, dass Sie in den letzten Tagen angegriffen wurde. Eine ganz und gar ekelige Vorstellung, wie es der – sicher grundguten – Dame ergangen sein mag. Nun ja, ich konnte ihr wenig weiterhelfen, da mein Blick für solcherlei Geschäfte vermutlich doch etwas eingetrübt ist. Nach unserer Verabschiedung kam ich an einem Sanitätshaus und einer Apotheke vorbei. Eigentlich passt so Abwehrgedöns doch hier sehr gut hin: als Hilfsmittel für präventive, gesundheitserhaltende Maßnahmen …

Vorhin einwenig verfranzt im Internet. Auf der Website einer mecklenburgischen Hochschule wird zu einem “Speed-Dating” im Rahmen der Fortbildung zu Dorfmoderatoren eingeladen. …mir wird ganz schummerig, wenn zu dem Setting der Film vor dem geistigen Auge losgeht…

Kulturtechnik. Tiertheater inklusive

Zum Einstieg einpaar Organisationsnamen. Das Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik (HZK) ist ein Institut der HU Berlin. Es betreibt das interdisziplinäre Labor Bild Wissen Gestaltung, welches bis Januar 2017 die Ausstellung +Ultra. Gestaltung schafft Wissen im Martin-Gropius-Bau Berlin betrieb.

Dort fanden sich einige interessante Ansätze zur Darstellung von Wissen und Abläufen. Geeignet den leicht verengten Blick auf die Standards der Prozessmodellierung zu weiten! ToDo: dem Kunden das HZK und dessen Anliegen nahebringen und mögliche Verknüpfungen zwischen beiden Organisationen checken. Prozessdarstellung im Kontext von *Arbeit* und Kultur ON THE EDGE! 

Ausserdem unterhält das HZK das Tieranatomische Theater auf dem HU Campus Nord. Der Name allein schon!


*Organisation, Politik, Verwaltung*

Kreisjunggeflügelschau

Bei Kleintierschauen im Berliner Umland gibt es sicher eine Menge zu bekakeln über Zucht, Kultur, Vielfalt und Einfalt, Vereine und Passionen. Tischbewertung, Zuchtaussprache und Kreisjunggeflügelschau sind wertvolle Fachbegriffe der Zuchtdisziplin. Hier stellt sich die Kleintierzüchtergruppe D34 Berlin-Rudow vor. Wochenenden 2017 mögen kommen! 

Alltags- und Ausdruck

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Vor etlichen Jahren stand ich regelmäßig in Berliner S-Bahnen. Die Fenster waren meist  gescratcht. Gescratcht: mein Ausdruck für mit Hilfe von Schlüsseln oder Nägeln zerkratzt.
Scratch-Katharsis. Hin und her, hin und her, kreuz und quer. So fährt der Scratcher durch die Stadt. Holt n Schlüssel raus. Denn jeht et hin und her u.s.w. (sprich als Reim: und so weitär). 
Mobilität trifft Alltagsdruck. …alles in allem: Nicht sehr wohltuend für das entspannungsuchende Auge. So kam ich auf die Idee feine Scratchereien* auf S-Bahnscheiben anbringen zu lassen mit der Unterschrift: Wenn de nich besser kannst als ditte, lass et.
Obwohl: die Scratchereien sind ja och Stadtpoesie!

* Feine Scratchereien stellen zum Beispiel das Saale-Unstrut-Tal oder die Wartburg dar. So wie auf diesen Autobahnschildern, die auf touristische Ausflugsorte hinweisen.

Wahrsager, Siegfriede und Lieblinge

  • Smart Phone User – die modernen aus-der-Hand-Leser
    (Heute beim Laufen auf der Simon-Dach-Strasse ein Spalier von ihnen)
  • Unsere Siegfriede – vielleicht der nächste Name für die deutsche Fussballnationalmannschaft
  • Hart aber Herzlich – eine TV-Serie, die mein Bild über die USA in den 80ern prägte. Das Bild wurde inzwischen durch weitere Quellen …übermalt.

Jennifer: Jonathan, Liebling. Was hast Du?
Jonathan: Jennifer, Schatz. Ich habe diesen Duft schon einmal geschnuppert. 

Rekapitulation eines Waldlaufs

Neulich lief ich im Plänterwald und besah mir die Natur. Alle fünf Kilometern kreuzte eine Amsel meinen Weg. Vielleicht war es ein und dieselbe, die mir einen kleinen Erscheinungsstreich spielte (siehe Skizzen aus der Erinnerung). Vielleicht hätte mir auch ein Schlückchen Wasser gut getan. 

Berlin – COMIC INVASION BERLIN und Renate

Auch mit Restsekt im Kopf ist die COMIC INVASION BERLIN ein Genuss. Leute drängeln sich rücksichtsvoll an den Tischen in der URBAN SPREE Halle. So gibt es Eindrücke zum Berliner Comicgeschehen kompakt und reichlich.

Das volle Programm in Sachen Comics in Berlin bietet die Renate. Bibliothek, Kurse, Stammtisch, Blog…

BLUB in Britz

Stromlinienforschung und Tannennadelduft

Es wurde mir eine schöne Begebenheit aus den Straßen von Berlin vertellt:

Als der Sturm in den letzten Tage durch die Straßen fegte, nahm er die auf den Bürgersteigen entsorgten Weihnachtsbäume mit. Im freien Spiel der Kräfte wurden diese an einer Stelle zusammengetrieben. Ein Passant zündete den Tannenhaufen später an. Das rauchige Feuer knisterte wohlig und setzte feinste ätherische Öle frei.

Die Forschung, die sich dem Strömungsverhalten von Tannenbäumen in Straßenzügen – mit Hilfe graphischer Simulationen – widmet, könnte ein hohes Potential an Unterhaltung haben.

Tannenbaumströmung

Kuschelrock zum Mauerfall

Gerade vom Döner-Mann gekommen. Da war es nett. Im Radio wurde die Verlosung einer Kuschelrock-CD versprochen. Das hielt ich aus. Auch die Nachricht, dass es am Brandenburger Tor schon kalt ist und die Mauer-Installation aus Licht und Luft bald aufsteigen wird. Feiner Symbolismus: sieht gut aus und tut nicht weh.

Gestern haben Leute an der East Side Gallery einige Trampoline aufgebaut und Kinder konnten das Springen auf die Mauer ausprobieren.

Dann die Warschauer hoch. Da spritzte ein Mann mit Inline-Skates aus der Menge. Er hatte einen dieser kurzbeinigen Hunde, so einen Kampfhund an der Leine und wurde von zwei Männern festgehalten. Es schien, als sei er mithilfe der Töle durch die Passantenmenge gekeilt. Nun bändigt er mit der einen Hand den aufgeregten Hund, in der anderen Hand hält er ein Messer und balanciert dabei auf seinen Skatern das Festhalten der beiden Männer aus. Alles da für eine Eskalation. Ich drück mich an der Menge vorbei. Das Bild des verrückten Skaters mit Hund und Messer reicht mir. Bei einem Blick nach hinten sehe ich, dass er losgelassen wurde und nun auf dem gerade freien Radweg von seinem Hund sicher in das nächste Abenteuer gezogen wird. Transport-Assi. Ich mag die Stadt nicht so voll.

Verplaudert. 25 Jahren Mauerfall.

Nie wieder war Zeitung lesen spannender als zur Wendezeit. Davor: Artikel ausschneiden für die Wandzeitung a la eine Leistungsschau ist auch dieses Jahr die Leipziger Messe der Meister von Morgen oder Ernteerfolge am Stück. 1989: Freie Erde und Neues Deutschland kann man von vorne bis hinten lesen. Danach: Es lockt mal ein Artikel im Feuilleton, eine Buch- oder Ausstellungsrezension.

Schöner Schluss nun. …will doch meine Tagesgedanken zum Mauerfall nicht ohne einen Aha-Schluss posten! Obwohl, Kuschelrock zum Jubiläum ging ja auch.

Irmgard Keun. Das kunstseidene Mädchen

Zwei Tage schon freute ich mich auf den Nachmittag. Da tauchten die Gedanken ab in das Berlin nach den goldenen 20ern. Das kunstseidene Mädchen berichtet sein Leben und das in der Sprache der damaligen Zeit! Der Text: dufte. Die Zeiten: schwer.

Personen, Orte und Stimmungen steigen schnell in Bildern im Kopf auf. So wie der Federweißer, den es gestern dazu gab. Meine Empfehlung für dieses …öhm… Zeitzeugnis! Auch ohne Federweißer.